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» zVisite Nr. 10, Januar 2011
DER TOD IN DEN RELIGIONEN ⁄
Friedhöfe im Wandel. ⁄ Wie bestatten Muslime? ⁄ Rätselraten ums Sterben.

In nichts unterscheiden sich die Religionen dieser Welt so sehr voneinander wie in den Vorstellungen vom Jenseits: davon, wie es nach dem Tod weitergeht.
Deshalb gehören die Regeln rund um Bestattung und Grabgestaltung zu den zentralen Fragen jeden Glaubens. Schliesslich steht nicht weniger als das ewige
Seelenheil auf dem Spiel. Nur wer den Tod als endgültiges Aus versteht – und das ist selbst in unserer säkularen Zeit gemäss Umfragen eine Minderheit der Bevölkerung –,
braucht sich nicht darum zu kümmern, was dereinst mit seinem Leichnam geschieht. Wenn nun das Recht einzelner Religionsgemeinschaften auf Grabfelder und Bestattungsriten
gemäss ihren Vorschriften vielerorts infrage gestellt oder gar verwehrt wird, ist dies im harmloseren Fall ein Zeichen von Ignoranz oder Gedankenlosigkeit.
Es kann aber im Zuge des aufgeheizten politischen Klimas – das sich derzeit insbesondere gegen die Muslime richtet – auch als direkter Angriff auf die Fundamente der
Religionsfreiheit verstanden werden. Grund genug, sich in der zehnten Ausgabe der interreligiösen Gemeinschaftsproduktion «zVisite» an das Tabuthema Tod zu wagen.
Dabei geht es beileibe nicht nur um die Bedürfnisse von Minderheiten. Vielmehr zeigt es sich, dass der Umgang mit dem Unvermeidlichen auch bei der Mehrheitsgesellschaft
einem starken Wandel unterliegt (S. 1–5).
Um Wandel und Konstanten geht es auch in eigener Sache: Das «zVisite»-Jubiläum bietet Anlass zu einer kritischen Würdigung von zehn Ausgaben (S. 6 + 7).
» zVisite Nr. 9, Januar 2010
FERTIG LUSTIG ⁄
Humor in den Religionen

Den Menschen, die sich für den interreligiösen Dialog engagieren, ist Ende November das Lachen gründlich vergangen. Sie fühlten sich
mitgetroffen von der Ohrfeige, die eine klare Mehrheit der Stimmenden der muslimischen Minderheit mit dem Minarettverbot verpasst hat.
Und sie dürften als oft verspottete «Gutmenschen» wohl auch mitgemeint gewesen sein. Denn offensichtlich bildeten die Türmchen nur die
Spitze eines Eisbergs. Zum Ausdruck kam ein breites Unbehagen, das auch über den Islam hinaus reicht. Es hat seine Wurzeln in einem
Verlust an Heimatgefühl angesichts einer sich verändernden Bevölkerungsstruktur in der Schweiz.
Und es führt zu Verbitterung und Verkrampfung.
Soll sich die interreligiöse Zeitung «zVisite» von der tristen Stimmung mitreissen lassen? Soll sie gar das Handtuchwerfen?
Wir finden: Nein! In der Überzeugung, dass das friedliche Zusammenleben unter den Menschen mit unterschiedlichem religiösem
und kulturellem Hintergrund nach dem 29.November 2009 erst recht ein anzustrebendes Ziel ist, wollen wir auch in der neunten
Ausgabe der journalistischen Gemeinschaftsproduktion das Verbindende suchen, ohne das Trennende zu leugnen.
Zum Thema machen wir diesmal den Humor in den Religionen. Das ist durchaus eine ernste Sache - gleichzeitig hoffen wir, Ihnen bei
der Lektüre auch ab und zu ein Lächeln zu entlocken. Und damit ein wenig zur Entkrampfung beizutragen.
» zVisite Nr. 8, Januar 2009
DAS NEUE WUNDER VON BERN ⁄
Sonderausgabe zum geplanten «Haus der Religionen»

Bereits zum achten Mal erscheint die interreligiöse Koproduktion «zVisite». Mit dem «Haus der Religionen»
wird in Bern versucht, in eine neue Dimension des interreligiösen Dialogs vorzustossen. Nicht nur miteinander reden und gemeinsam Feste feiern, sondern auch
unter einem Dach beten – so lautet der innovative Anspruch. Ob dieses Wagnis letztlich gelingen wird, ist zum heutigen Zeitpunkt offen, und ob es überhaupt erstrebenswert
ist, bleibt der Beurteilung jedes und jeder Einzelnen überlassen.
Wer sind die Menschen, die sich seit Jahren für das «Haus der Religionen» engagieren? Woher nehmen sie
die Motivation, allen unvermeidlichen Rückschlägen zum Trotz durchzuhalten? Was bringt renommierte Architekten dazu, auf eigenes Risiko hin unzählige
Arbeitsstunden zu investieren? Die achte Ausgabe der interreligiösen publizistischen Gemeinschaftsproduktion «zVisite» sucht nach Antworten.
» zVisite Nr. 7, Januar 2008
Wie sag ich's meinem Kinde? Religiöse Erziehung heute.

Reizwörter wie Kreationismus, Weihnachtsspiel und Kopftuch in der Schule sorgen immer wieder für Schlagzeilen.
Wenn nun auch «zVisite» die religiöse Erziehung zum Thema macht, sollen derartige Fragen nicht ausgeklammert
werden.
Das Schwergewicht der siebten Ausgabe der interreligiösen Gemeinschaftsproduktion bilden jedoch sechs
neugierige Einblicke in Familien mit unterschiedlichem religiösem Hintergrund. Denn hier werden die Werte und
Traditionen nach wie vor vermittelt, die dann in Schule und Gesellschaft aufeinandertreffen. Wie gewohnt, will
«zVisite» aber nicht nur informieren, sondern auch dokumentieren und unterhalten. Dazu dienen Kinderbuchtipps
und ein kniffliges Ratespiel.
» zVisite Nr. 6, Januar 2007
Seitenwechsel, Konversion, Übertritte

Mit dem berühmten Satz «Jeder soll nach seiner Fasson selig werden» hat König Friedrich der Grosse von Preussen 1740
die Toleranz gegenüber andern Religionen ausgerufen. In der heutigen, multikulturellen Welt haben
diese Worte eine neue Dimension dazugewonnen. Wohl ist es nach wie vor die Regel, dass ein Mensch in jener Religion
«selig» wird, die ihm durch den Zufall der Geburt mitgegeben wurde. Aber es kann sich auch ergeben, dass sich
jemand auf dem freien Markt der Ideen von einer andern Glaubensrichtung angezogen fühlt und zu dieser übertritt.
Wer sich zu einem solchen Seitenwechsel entschliesst, tut dies nie leichtfertig. Dies zeigen die Lebensgeschichten von neun
Personen, die in dieser Ausgabe zu lesen sind. Sie zeigen auch, dass KonvertitInnen keineswegs
stets besonders starre Anhänger der neuen Religion werden, sondern sich hier auch ein Potenzial an Brückenbauern
zeigt. Und wer wollte bestreiten, dass solche heute wichtiger sind denn je?
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» zVisite Nr. 5, Januar 2006
Was ist mir heilig?

Das Wort «heilig», einst für religiöse Belange reserviert, wird heute inflationär gebraucht, und das gefällt nicht allen.
Ein launiger (elektronischer) Briefwechsel über Heiligtümer und Sakrosanktes unter den «zVisite»-RedaktorInnen macht den Anfang
dieser spannenden Ausgabe.
Dann wird der Frage nachgegangen, was denn verschiedenen Menschen heilig ist? Mit Statements aus der Klubgarderobe, dem Kinderzimmer,
der Studierstube und dem Werbeatelier...
«zVisite» unterhält sich weiter mit schriftgelehrten Frauen über die Bedeutung heiliger Bücher (Bibel, Mischna, Koran),
hält einen kleinen Knigge der Religionen bereit, der interreligiösen Fauxpas vorbeugt und ruft schliessliche aus:
«Heiliger Strohsack!» Was haben Israel und Islam gemeinsam?
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» zVisite Nr. 4, Januar 2005
Typisch! Nachdenken über Vorurteile

Haben Sie Vorurteile? Sagen Sie nicht Nein – denn das menschliche Gehirn kommt gar nicht darum herum, die
komplexe Wirklichkeit in Kategorien einzuteilen. Oder haben Sie wirklich noch nie gedacht: «Typisch Frau!»,
«typisch Mann!» oder auch «typisch schweizerisch!»? Was zunächst einmal ein ganz normaler psychologischer Mechanismus ist, kann
aber im Zusammenleben zu grossen Problemen führen. Denn eine Kategorisierung wird dem Einzelfall nie gerecht.
Mag eine solche Abstempelung für das Opfer eines Appenzellerwitzes noch harmlos sein, hat sie für eine
Person mit einer bestimmten Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit vielleicht fatale Auswirkungen. Wenn
zum Beispiel Jugendliche bei der Lehrstellensuche nicht nach ihrer Qualifikation, sondern nach der Endung ihres
Familiennamens beurteilt werden, muss uns dies zu denken geben. Dazu will die vierte Ausgabe der
interreligiösen Gemeinschaftsausgabe «zVisite» einen Beitrag leisten.
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» zVisite Nr. 3, Januar 2004
Zu Tisch!

Viele Menschen hinterfragen ihre Essgewohnheiten kaum mehr – es gibt aber auch solche, die sich bei der Auswahl und
Zubereitung ihrer Nahrung von sehr genauen Regeln leiten lassen. Da sind zum Beispiel die Vegetarierinnen, die Kalorienbewussten
und die Zuckerkranken. Da sind aber auch jene, die sich an religiös bestimmte Vorschriften halten: Der fleischlose Freitag der
KatholikInnen gehört mancherorts noch heute zur Tradition. Viel einschneidender sind jedoch die Speisegesetze der praktizierenden
Musliminnen und Juden. Welche sind die Regeln, an die sich Gläubige verschiedener Religionen und andere bewusste Esser halten?
Welche Speisen stehen bei ihnen zu besonderen Gelegenheiten auf dem Tisch? – Solche Fragen waren der Ausgangspunkt der
grossen multikulturellen Tafel, die für «zVisite» arrangiert wurde. Der Bericht über das grosse Gastmahl bildet den
Schwerpunkt dieser Ausgabe. Ergänzt wird er durch weitere Beiträge zu Gastfreundschaft und Gastronomie.
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» zVisite Nr. 2, Januar 2003
Ortstermin. Wie leben Angehörige der verschiedenen Religionen und Konfessionen im Alltag zusammen?

Es ist eine Tatsachee, dass unsere Gesellschaft multikultureller und damit auch multireligiöser geworden ist. Dass viele
Menschen dadurch verunsichert sind, hat nicht erst der knappe Ausgang der letzten SVP-Asylinitiative gezeigt. Doch wie wirkt sich
der unterschiedliche Hintergrund der Menschen, welche einander Tag für Tag in der Schule, in der Fabrik, im Spital
oder auf dem Fussballplatz begegnen, aus? Wie nehmen sie sich gegenseitig wahr? Ihnen, nicht den Gelehrten und
Experten, soll für einmal das Interesse gelten. Wir machten uns auf die Suche nach Spuren gelingenden Zusammenlebens.
Mit Überraschungen darf gerechnet werden.
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» zVisite Nr. 1, Januar 2002
Besuche zur Horizonterweiterung - interreligiöser Dialog im Klartext

Das inhaltliche Motto «zVisite» gilt für die Angehörigen aller drei «abrahamitischen Religionen». Derartige «Visiten», die das
gegenseitige Kennenlernen fördern, aber auch gegenseitige Vorurteile erkennen und hinterfragen lassen,
sind seit den tragischen Ereignissen des 11. September 2001 besonders wichtig. Der Theologe, Philosoph und Publizist Hektor Leibundgut,
äusserte sich in einer Kolumne im «saemann» über Christentum, Judentum und Islam. Diesen drei Religionen gehe es «um Wahrheit,
um Gerechtigkeit, um das rechte Leben, letztlich um das Heil». Deshalb sei es heute ihre Aufgabe, "so miteinander in Austausch zu treten, dass Gerechtigkeit entsteht
und Frieden». Für diese Ausgabe besuchte daher der Reformierte eine Moschee, die Muslimin die Synagoge, die Jüdin besuchte die
Christkatholiken und die Römisch-Katholische ging in die Beiz – Besuche zur Horizonterweiterung, interreligiöser Dialog im Klartext.
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» Gemeinsame Ausgabe von Saemann, Pfarrblatt, Christkatholisches Kirchenblatt und JBG-Forum, Januar 2001
Augenblick

«Augenblick» lautet denn das Thema dieser Ausgabe. Ein bestimmter Zeitpunkt als verbindendes Glied zwischen verschiedenartigen Menschen.
Um Lebensläufe soll es gehen. Um die Frage, weshalb wir so leben, wie wir leben, und was das, was wir in einem bestimmten Augenblick tun,
mit unserer Geschichte zu tun hat. Wir haben zehn Frauen und Männer – junge und ältere, Seeländerinnen und Oberländer, konfessionell
verwurzelte und kirchlich abstinente – exakt am selben Tag und just zur selben Zeit portraitiert: Am Freitag, 1. Dezember, um 15.18 Uhr
hielten FotografInnen und AutorInnen einen Moment in deren Leben fest und suchten nach Spuren in Vergangenheit und Zukunft.
«Jeder Augenblick ist von der Ewigkeit gleich weit entfernt», schrieb der deutsche Schriftsteller Wolfgang Hildesheimer.
Dies als kleiner Denk-Anstoss vor der Lektüre.
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